Die Zusammensetzung der Kartoffel


Die Kombination aller Inhaltsstoffe macht die Kartoffel zu einem einzigartigen Nahrungsmittel. Ihre überragende Stellung auf unserem Menüplan hat sie sicher verdient. Kartoffeln sind gut, gesund, und es steckt viel drin.

Machen Kartoffeln dick oder schlank? Lange wurde die Kartoffel als Dickmacherin verteufelt. Weg mit Kohlehydraten wurde gepredigt. Doch heute ist klar: Entscheidend sind Zubereitung und Beigaben. Mit etwa 70 kcal pro 100 g hat die Kartoffel rund fünfmal weniger Kalorien als Reis oder Nudeln. Trotz hohem Wasseranteil (rund 80%) sättigt sie gut. Die Kartoffel ist bei fettfreier Zubereitung ein hervorragendes Schlankheitsmittel. Bei einer entsprechenden Kur werden pro Tag 1000 g Gschwellti (gekochte Schalenkartoffeln) auf vier Mahlzeiten verteilt. Mittags und abends können mit Kräutern gewürzter Magerquark oder Hüttenkäse und verschiedene Salate (Rettich, Knollen- und Stangensellerie, Blattsalat) dazu gegessen werden. Wichtig ist, dass man dazu reichlich Flüssigkeit in Form von kohlensäurearmem Mineralwasser, Kräutertee oder Gemüsesaft trinkt. Bewährt haben sich Kartoffeltage auch bei Herz- und Kreislauferkrankungen mit Wasseransammlungen im Gewebe (vgl. Broschüre «Kartoffeln für Linienbewusste» in unserem Online-Shop).

Solanin in Kartoffeln ist ein Pflanzenwirkstoff (Alkaloid), der an einen Zucker (Glykosid) gebunden ist und sich unter der Lichteinwirkung bildet. Die Anreicherung von Solanin wird durch grüne Stellen angezeigt. Dieses Alkaloid wird beim Kochen nicht zerstört. Früher verzehrten die Menschen aus Unwissenheit die überirdischen, grünen Beeren der Kartoffel, die sehr viel von diesem schädlichen Alkaloid enthalten. Werden die Kartoffeln vor Licht geschützt, allfällige grüne Stellen grosszügig weggeschnitten, sowie Keime und Augen entfernt, liegt der Solaningehalt einer geschälten Knolle bei 5 mg/kg, ein Wert der pharmakologisch als unbedeutend und harmlos bezeichnet wird. Da Solanin in allen Nachtschattengewächsen d.h. Solanaceen vorkommt, findet man es natürlich auch in Tomaten, wo es Tomatin genannt wird.


Nährwert