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Kartoffel-experimente

Die Kartoffel ist nicht nur ein beliebtes Lebensmittel, sie eignet sich auch hervorragend für spannende Experimente. Mit einfachen Versuchen können Kinder und Erwachsene entdecken, wie eine Kartoffel Strom erzeugen kann oder wie neue Knollen wachsen. Ob im Unterricht oder zuhause – die Kartoffel wird dabei zum kleinen Forschungslabor und macht Naturwissenschaft direkt erlebbar.

Power aus der Knolle

Kartoffeln können mehr als nur satt machen, sie können sogar Strom erzeugen. Das funktioniert, weil Kartoffeln viel Stärke haben. Mit ein paar einfachen Materialien lässt sich so ein kleiner Stromkreis bauen, der eine kleine Lampe zum Leuchten bringt.

Du benötigst:

mindestens 6 grosse Kartoffeln

verzinkte Nägel soviele wie Kartoffeln

Kupferdraht

1 kleines LED-Dioden oder kleine LED-Lampe's

1 Zange

 

So funktioniert's:

Stecke in jede Kartoffel einen Nagel und ein Stück Kupferdraht. Achte darauf, dass sich die beiden Metalle in der Kartoffel nicht berühren.

Verbinde die Kartoffeln mit den Stromkabeln. Der Kupferdraht der ersten Kartoffel wird mit dem Nagel der nächsten Kartoffel verbunden. So werden alle Kartoffeln hintereinander zu einer Reihe verbunden.

Am Anfang und am Ende der Reihe werden die Kabel mit der kleinen LED-Lampe verbunden.

Schon fliesst ein schwacher Strom und die Lampe beginnt zu leuchten. 

→  Je mehr Kartoffeln du verwendest, desto stärker wird der Strom.

Kartoffeln beobachten

Kartoffeln wachsen unter der Erde. Deshalb sieht man normalerweise nicht, wie neue Knollen entstehen. Mit einem einfachen Doppel-Topf kannst du das Wachstum der Pflanze jedoch Schritt für Schritt beobachten. So wird sichtbar, wie Wurzeln wachsen und sich nach und nach neue Kartoffeln bilden.

Du benötigst:

2 Plastiktöpfe, z.B. mit einem Durchmesser von ca. 17 cm

1 Schere/Japanmesser

1 Pflanzkartoffel

Erde
 

So funktioniert’s:

Schneide aus einem Plastiktopf ein oder zwei Fenster heraus. Achte darauf, dass die Öffnungen nicht zu gross sind, damit der Topf stabil bleibt. Fülle den Topf etwa zur Hälfte mit Erde, lege die Pflanzkartoffel hinein und fülle den Topf anschliessend ganz mit Erde.

Stelle nun diesen Fenster-Topf in den zweiten Plastiktopf. So bleibt die Erde im Topf und fällt nicht aus den Fenstern heraus.

Giesse die Pflanze regelmässig und beobachte sie gut. Du kannst den äusseren Topf vorsichtig entfernen und durch die Fenster schauen, wie die Wurzeln wachsen. Mit etwas Geduld entdeckst du bald die ersten kleinen Knollen.

Wenn du noch keine Knollen siehst, kannst du versuchen, den inneren Topf ganz leicht zu drehen. Mache das sehr vorsichtig und am besten vor dem Giessen, damit die Pflanze nicht beschädigt wird.

 

Botanik

Die Kartoffelstaude wächst aus der Pflanzkartoffel, die im Frühling in den Boden gesteckt wird. Diese Mutterknolle ist für einige Zeit die Vorratskammer der neuen Pflanze. Sie verkümmert, sobald diese Kartoffelpflanze genug Wurzeln hat, um sich selber zu ernähren.

Wie jede Pflanze besteht die Staude aus einem Teil, der sich über der Erde und einem Teil, der sich unter der Erde befindet. Oberirdisch hat die Pflanze verzweigte Stängel und Blätter. Während die Kartoffelpflanze blüht uns sich später die kleinen Beeren bilden, geschieht jedoch das Wichtigste unter der Erde. Hier wachsen die Ausläufer und kleine Wurzeln sorgen dafür, dass die Pflanze Halt findet und Wasser aus der Erde aufnehmen kann. Die Ausläufer verdicken sich während des Wachstums und bilden vielen neue Knollen. Diese werden im Herbst schliesslich geerntet.

Übrigens: Die Kartoffelpflanze gehört zur Familie der Nachtschattengewächse wie auch die Tomate oder Aubergine. Im Unterschied zu den übrigen Pflanzen werden bei den Kartoffeln die unterirdischen Knollen und nicht die Früchte geerntet. Diese sind giftig! Eine Verwandte der Kartoffel ist die sehr giftige Tollkirsche.